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Die Amerikaner warfen mithilfe ihrer Entlaubungsbomber tonnenweise Napalm und Unmengen des Herbizids Agent Orange auf nordvietnamesische Wälder.

Der Vietnamkrieg (1965 - 1975) war ein Krieg, der eher aus Versehen entstanden ist und ursprünglich von den Amerikanern als großangelegte Entlaubungsaktion vietnamesischer Wälder geplant war. Überraschenderweise waren aber in den Wäldern die heimischen Lebewesen angesiedelt, sodass die Amerikaner gezwungen waren, das Glück der Einheimischen mit Gewalt in Form von Napalm, dem Herbizid Agent Orange und grausamen Massakern an der Zivilbevölkerung zu erzwingen.

Gründe

Seit dem Jahr 1954 war Vietnam in einen unbelaubten, antikommunistischen Süden und einen belaubten, kommunistischen Norden geteilt. Der amerikanische Präsident Lyndon B. Johnson war ein begeisterter Hobbyjäger und Landschaftsgärtner und suchte nach neuen Jagdgründen, in denen er seiner Leidenschaft ungehemmt fröhnen konnte, ohne dabei von störendem Blätterwerk am Schuss auf das Wild gehindert zu werden. Da es außerdem im Rahmen des damals virulenten Kalten Krieges sinnvoll schien, in Vietnam einen Stellvertreterkrieg gegen die Sowjetunion und chinesische Interessen zu führen, entschied sich der Präsident 1965 für eine Entlaubung Nordvietnams und entsandte Bomberflotten und Truppen in die grüne Hölle.


Proklamation vor Kriegsbeginn

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Kriegsverlauf

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Die US-Soldaten waren mit den örtlichen Gegebenheiten leicht überfordert

Vor Ort sorgte der passionierte Landschaftsarchitekt General Creighton W. Abrams für Ordnung, nachdem sich das Napalm und Agent Orange als ineffektiv und durchaus gefährlich für die eigenen Truppen erwiesen hatte. Die widerspenstigen Einheimischen wehrten sich heftig gegen die Annektierung ihrer Waldgebiete und reduzierten die Zahl der 400.000 amerikanischen Soldaten (die von einigen Tausend australischen Soldaten unterstützt wurden) im Laufe des Krieges um exakt 58.226. Dabei setzten sie schwer voraussehbare Guerilla-Taktiken ein und bewarfen die herumirrenden GIs u.a. mit Orang-Utan-Kot und Frühkartoffeln. Durch diese asymmetrische Kriegsführung konnten sich die Vietcong auf Dauer gegen die militärische Überlegenheit der Amerikaner behaupten und die Besatzer letztendlich aus ihren Wäldern und Städten vertreiben. Die Kriegsziele der Amerikaner änderten sich 1969, als Richard Nixon, der ein begeisterter Anhänger des American Football war, das Präsidentenamt übernahm. Ihm ging es weniger um die Entlaubung Vietnams, als vielmehr um den Aufbau einer vietnamesischen Football-Liga und die Wiederherstellung des verloren gegangenen Ansehens der amerikanischen Truppen in der Welt.

Die wichtigsten Schlachten im Einzelnen

Juni 1965 / Die Schlacht am Kokosnussbaum rechts neben der Telefonzelle in Dong Xoai

Gleich zu Beginn des Krieges wollten die Amerikaner ein Exempel statuieren und eroberten den Kokosnussbaum in Don Xoai, nachdem sie 30 Vietnamesen in die einzige Telefonzelle im Ort gesperrt und diese mit Songs von Johnny Cash grausam zu Tode gefoltert hatten. Ein Reportes des Times Magazine, der die Szene beobachtete, schrieb später zu diesem Ereignis:

"Es war grauenvoll, die eingepferchten und vor Todesangst schreienden Vietnamesen in der engen Telefonzelle zu sehen. Als die GI´s dann die Johnny Cash-Musik anschalteten, quoll den Gefangenen ihr Gehirn aus den Ohren raus und ich musste mich übergeben. Ich werde diese Szene niemals vergessen können und meinen Beruf als Kriegsberichterstatter habe ich nach dieser traumatischen Erfahrung aufgegeben."

November 1965 / Schlacht im Ia-Drang-Tal

Teil der 5. und 7. amerikanischen Luftkavallerie (insgesamt nur 495 Soldaten) trafen bei ihren Entlaubungsbemühungen im la-Drang-Tal am 14. November 1965 auf Truppen des 33., 66. und 320. Regiments der nordvietnamesischen Armee (NVA). Da die amerikanischen Truppen zu Beginn des Krieges mit den Eigenarten der vietnamesischen Waldgebiete noch nicht so vertraut waren, verliefen sich die GI´s immer wieder in den subtropischen Wäldern. Viele der zum Teil blutjungen Soldaten fanden Spaß an dieser Form der Schnitzeljagd und versteckten sich voreinander im Unterholz und bewarfen sich gegenseitig mit Kokosnüssen und ungewaschenen Unterhosen, was der befehlshabende Lieutenant Colonel Harold G. Moore mit den Worten "Wir sind doch hier nicht im Kindergarten" kommentierte. Moore befahl seinen Truppen den Chu Pong Berg, 22 Kilometer nordwestlich von Plei Me in Besitz zu nehmen, da dort ein Ausflugslokal mit angeschlossener Minigolfbahn entstehen sollte. Doch der Widerstand der zahlenmäßig weit überlegenen Vietnamesen (mehrere Tausend Kämpfer) beim Kampf um den Berg war größer als erwartet und immer wieder gerieten die Amerikaner in tödliche Hinterhalte. Von den 495 Amerikanern ließen in der viertägigen Schlacht 234 ihr Leben, 242 wurden zum Teil schwer verwundet. Auf der anderen Seite starben 837 Vietnamesen und 1365 wurden verletzt.

Januar 1966 / Operation Kampf dem Zitronengras in den Tunnelsystemen von Cu Chi

Eine Koalition aus 8.000 amerikanischen und australischen Soldaten begannen am 7. Januar 1966 in der Provinz Tay Ninh mit dieser Operation, bei der es primär darum ging, die von den Vietcong angelegten Zitronengrasfelder zu eliminieren, da der General befohlen hatte, auf diesen Feldern amerikanischen Mais anzubauen, damit die Popcornversorgung der amerikanischen Soldaten langfristig gesichert werden konnte. Weite Teile der Provinz waren vorher von den Vietcong untertunnelt worden und wie von Geisterhand wurden immer wieder Soldaten der Koalition wie vom Erdboden verschluckt und grausam massakriert. Versuche, das Tunnelsystem mit Marihuanarauch und Giftgas auszuräuchern brachten keinen Erfolg und so bildeten sich Teams (die sogenannten Tunnelratten), welche die vietnamesischen Kämpfer in den Tunneln aufspüren und liquidieren sollten. Das Grauen, das die Soldaten in diesen engen Tunneln erlebten, muss einem Aufenthalt in der Hölle geglichen haben und viele Veteranen, die diese Operation überlebten, waren für den Rest ihres Lebens psychische, paranoide Wracks.

Mai 1966 / Operation Hastings in der Provinz Quang Tri

Voller Kampfeswillen stürmte das US Marine Corps im Mai 1966 einen kleinen Hügel in der Provinz Quang Tri, den General Abrams als pittoresken Ort für seinen neuen japanischen Garten auserkoren hatte. Viele Soldaten waren durch ihren übermäßigen Drogenkonsum inzwischen so paranoid geworden, dass sie ihren Entlaubungsauftrag auch auf die Zivilbevölkerung anwandte und alles was Haare hatte oder ansatzweise wie ein Baum oder Strauch aussah mit Flammenwerfern und Granatwerfern pulverisierte.

Februar 1967 / Operation Weg mit dem Kartoffelfeld

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Durch den massiven Einsatz von Napalm gelang es den Amerikanern, das umkämpfte Kartoffelfeld wegzusprengen.

An der kambodschanischen Grenze entdecken Späher der U.S. Army ein Kartoffelfeld, welches sich hervorragend für die Anlage eines Golfplatzes eignet. Sie melden es über Funk dem General, der daraufhin die größte Militäraktion im ganzen Vietnamkrieg anordnet. Nach einer tagelangen, erbittert geführten Schlacht, während der die GI´s von den vietnamesichen Verteidigern immer wieder mit Frühkartoffeln und Reibekuchen beworfen werden, wird das Kartoffelfeld samt den Verteidigern schließlich mit großen Mengen Napalm zu verbrannter Erde umgewandelt. Noch am gleichen Tag beginnen die Arbeiten zum Bau des Golfplatzes.

Mai 1967 / Schlacht um Hügel 881

Der Hügel 881 wurde von den Amerikanern lieblos Heaven Hill genannt und war geradzu prädistiniert für das Sommerhäuschen des Präsidenten. Die dortigen Bewohner eines nordvietnamesischen Lagers folgten aber nicht der Proklamation, welche vor Kriegsbeginn veröffentlicht wurde sodass die US Truppen gezwungen waren, erneut Napalm einzusetzen. Ein von den nativen Einwohnern geschickt über das komplette Lager gespannte Netz schleuderte die Bomben aber in den nahegelegenen See und machte den Angriff damit zu einer Farce.

Soldaten der 12. US-Marineinfanteriedivision wurden unter der Führung von Colonel Jack O. Pecker in die Schlacht geschickt, um die feindliche Infanterie und die gefährlichen Reisbauern zu vertreiben. Aber auch die Soldaten wurden von dem Netz in den nahegelegenen See geschleudert, hilf -und ratlos resignierten die Amerikaner daraufhin und überließen den Hügel dem Feind.

November 1967 / Schlacht um die Gartenlaube in Dak To

Nach der demütigenden Niederlage im Kampf um Hügel 881 musste nun unbedingt ein Erfolgserlebnis her, um die sinkende Moral der amerikanischen Truppen wieder zu stabilisieren. Die 173. US-Luftlandebrigade wurde deshalb im November 1967 mit einer Spezialaufgabe beauftragt: Die Gartenlaube eines Vietcong Generals auf dem Hügel 873 in Dak To sollte erobert werden, damit der General dort seine Hollywoodschaukel aufstellen konnte. Doch in unmittelbarer Nähe des Laube hatten sich Tausende Vietnamesen eingegraben und als Kohlköpfe getarnt. Beim Eintreffen der GI´s schlugen die Vietcong los und töteten 289 Amerikaner. Die Verluste auf vietnamesischer Seite betrugen mindestens 1.200 Kohlköpfe und ein paar Staudensellerie.

Januar 1968 / Abgesagte Schlacht um das Gewächshaus von Khe Sanh

Das Gewächshaus bei Khe Sanh gehörte dem reichen Gutsherrn Xioa Tun Mung, der wiederum der Onkel seines Neffen war, dieser aber war ein Cousin der bekannten Prostituierten Mia Mong Mung, die den Obebefehlshaber der amerikanischen Streitkräfte zweimal in der Woche die Flöte polierte und dabei die amerikanische Nationalhymne sang. Weil dieser riesige Skandal im prüden Amerika eine weitere Welle des Protests ausgelöst hätte und weil die Frau des Generals unglaublich eifersüchtig gewesen wäre, hätte sie von den außerehelichen Aktivitäten ihres Gatten erfahren, wurde die Operation abgesagt und das Gewächshaus kampflos den Vietnamesen überlassen.

März 1968 / Erste Schlacht um Saigon

Im März 1968 kam es erstmalig zu Engpässen bei der Drogenversorgung der GI´s, was zu immensen Entzugserscheinungen bei der Truppe führte. Also beschloss die Armeeführung, in Saigon einzufallen, um die dortigen Opiumhöhlen zu besetzen. Doch die Amerikaner waren auf den Häuserkampf nicht vorbereitet und mussten beim Kampf um die Opiumhöhlen große Verluste hinnehmen. In den engen, unübersichtlichen Gassen Saigons war die Guerilla-Taktik der Vietcong noch gefährlicher für die Amerikaner, als in den Waldgebieten. Der Einsatz von Napalm war ausgeschlossen, da man die Opiumhöhlen ja erhalten und nicht zerstören wollte und so musste Haus für Haus einzeln erobert werden.

Mai 1968 / Die Vietcong erobern eine amerikanische Basis in der Schlacht um die Grasplantage in Kham Duc

Völlig überraschend griff der Vietcong am 12 Mai in den frühen Morgenstunden die amerikanische Basis in der Nähe der Grasplantage Kham Duc an. Die zugekifften Soldaten waren kaum in der Lage aufzustehen. Diejenigen die sich aufraffen konnten, schossen völlig verwirrt in die Luft oder fielen vor Lachen gleich wieder zu Boden. Die GI´s lagen verstreut im Lager, fertig von den riesengroßen Joints, die in der Nacht zuvor verteilt wurden. Für den Vietcong war es ein Leichtes, die lachenden Männer gefangen zu nehmen oder einfach in deren grinsenden Gesichter zu schießen.
Die Amerikaner lernten nicht aus dieser Niederlage und verteilten weiter Drogen an die Soldaten. Der Vietcong richtete sich gemütlich im Lager ein und pflanzte dort erfolgreich Opium und Reis.

Januar bis März 1969 / Operation Weg mit den Mammutbäumen - letzte Großentlaubungsoffensive des US Marine Corps

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Von Booten aus versuchten die Amerikaner die Mammutbäume mit Napalm zu vernichten

Kurz vor dem Ende der Amtszeit Präsident Lyndons wollte dieser sich noch einen besonders hübschen Landstrich in der Region des A Shau Tals sichern, wo er sich nach dem gewonnen Krieg niederlassen und ein Großwildgehege anlegen wollte. Dieser Landstrich war jedoch über und über mit Mammutbäumen zugestellt und so ordnete er an, sämtliche Mammutbäume in der Provinz zu vernichten. Vom 22. Januar bis zum 18. März fielen dieser Operation Tausende der prächtigen Bäume zum Opfer, was in der amerikanischen Heimat zunehemd für Proteste von Waldschützern sorgte.

Mai 1969 / Schlacht um die Frikadellenbude am Hamburger Hill

Am Berg Dong Ap Bia, wo eine amerikanische Hamburgerkette in weiser Voraussicht ein Schnellrestaurant eingerichtet hatte, stieß die 101. US-Luftlandedivision auf mehrere Tausend Vietcongkämpfer, die ihre eintönige Ernährung mit Reis und Zitronengras satt waren und sich einmal etwas Herzhaftes gönnen wollen. Bei dem anschließenden Gemetzel um die wenigen noch verfügbaren Frikadellenbrötchen, während dem sich die Kombattanten gegenseitig mit heißem Frittierfett übergossen, starben 630 Vietnamesen und 80 Amerikaner.

November 1969 bis März 1972 / Operation Freie Bahn für Nixon - die "geheime" Entlaubung des Ho-Chi-Minh-Pfads in Laos

Der Ho-Chi-Minh Pfad, südlich von Laos bildete für den Vietcong eine der wichtigsten Nachschubrouten und war deswegen von strategisch wichtiger Bedeutung. Dies wussten die Amerikaner aber nicht und planten die Operation Freie Bahn für Nixon, um in Vietnam gegen den Willen der Kommunisten eine professionelle Football-Liga zu eröffnen, in der abgehalfterte amerikanische Stars fit für den heimischen Spielbetrieb gemacht werden konnten. Monatelange Vorbereitungen, Bestechungsgelder in enormer Höhe und ein ausgeklügeltes Spionagenetz sorgten dafür, dass die amerikanischen GI´s unbemerkt entlang des Pfades Stellung beziehen konnten.
Die Soldaten lauerten im Gebüsch und hofften auf das baldige Auftreten vietnamnesischer Guerillakämpfer, diese wiederum wanderten seelenruhig etwa 300 Meter hinter den GI´s über einen versteckten Pfad in Sicherheit. Die Amerikaner zogen nach sechs Monaten des Wartens resigniert ab und verwarfen ihre Pläne.

April bis Juli 1972 / US-Truppen überqueren die Grenze nach Kambodscha und greifen den Ho-Chi-Minh-Pfad an

Nachdem die Amerikaner von der NVA mehr oder weniger hinters Licht geführt worden waren, die Rufe nach einer Betty Ford Klinik für Footballprofis in der Heimat aber nicht aufhörten, entschied sich der Generalsstab für einen erneuten Angriff auf den Ho-Chi-Minh Pfad jenseits der kambodschanischen Grenze. Im blinden Glauben das Gebiet noch zu kennen, rannten die 430 Soldaten einer amerikanischen Spezialeinheit direkt in die Falle der 1500 NVA-Kämpfer, die in einer Nacht und Nebel Aktion neue Bäume und Grashügel aufgestellt hatten. Getäuscht von einem Hirschgeweih, welches sichtbar plaziert auf dem Pfad lag, war es ein leichtes, die überforderten Soldaten zu eliminieren.

April 1974 / Schlacht um das Casino von Xuan Loc - letzte große Schlacht des Vietnamkriegs

Als klar wurde das die Amerikaner mit ihrer Taktik und Strategie den Krieg so nicht gewinnen konnten, wurden die Rufe der Soldaten nach hemmunglosem Glücksspiel immer lauter (besonders das Russische Roulette war unter den Männern sehr beliebt). Das Casino von Xuan Loc war ideal um die Stimmung der Männer (die mehr als am Boden war) zu heben. Dummerweise war das Casino mit Soldaten des Vietcong besetzt. Diese waren allerdings so betrunken, dass die unrasierten und übel riechenden Amerikaner nicht weiter auffielen. Einzig der junge Seargent Moore machte einen Fehler mit verheerenden Folgen. Er begrabschte die junge Schwester des führenden Vietcong Generals Xia Mo Tung woraufhin dieser die restlichen GI´s einsammelte und in ein Gefangenenlager transportierte. Dort wurden die Männer genötigt, Tag ein Tag aus Reis zu schälen und schreckliche vietnamesische Lieder zu singen. Bei dem Versuch, die Gefangenen aus den Klauen des Vietcong zu befreien, ließen hunderte GIs ihr Leben. Die angestauten Frustrationen unter den amerikanischen Truppen und ihre chronische Unterversorgung mit amerikanischem Fast-Food führten nun immer häufiger zu Massakern an der Zivilbevölkerung, was durch die starke Präsenz ausländischer Reporter in aller Welt bekannt wurde und die Reputation der Amerikaner immer weiter beschädigte.

Das Ende

Der Vietnamkrieg endete faktisch am 30. April 1975 mit der Einnahme Saigons durch nordvietnamesische Truppen, was zu einer Wiedervereinigung Vietnams führte. Wie geschlagene Hunde verließen die letzten noch verbliebenen Truppenteile und Landschaftsgärtner das Land, was einer militärischen Kapitulation gleich kam. 1973 hatten die Kriegsparteien in Paris zwar schon ein Waffenstillstands-Abkommen unterzeichnet, doch es dauerte noch 2 Jahre, bis die Amerikaner ihre Niederlage eingestehen konnten und sich geschlagen gaben.

Drogenmissbrauch

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Die heroischen Taten der amerikanischen Soldaten beruhten größtenteils auf ihrem hemmunglosen Drogenkonsum

Der Vietnamkrieg war auch ein Krieg der amerikanischen Soldaten gegen sich selbst. Um ihre Ängste in der grünen Hölle zu betäuben griffen viele GIs zu halluzigenen Drogen wie LSD, rauchten Marihuana bis sie so grün waren, wie der Wald, der sie umgab und spritzten sich alles in ihre Venen, was sie finden konnten. Um die Moral der Truppe hoch zu halten schleuste die Armeeführung tonnenweise Drogen ins Land und hielt ihre Soldaten so bei bester Laune.
Die Drogen wurden aber strategisch eingesetzt, um die Effektivität der Soldaten zu steigern. LSD und Kokain waren im Kampfeinsatz optimal, da die Soldaten wie HB-Männchen durch die Wälder huschten und dabei effizient den Feind ausschalten konnten. Friendly Fire war normal und wurde unter den Soldaten als freundschaftlicher Fauxpas betrachtet. Marihuana dagegen war für diplomatische Zwecke optimal geeignet. Die relaxte Stimmung bei den Verhandlungen mit den Vietkong überdeckte die schlichte Vergesslichkeit, worum es in dem Krieg eigentlich ging. Eine allgemeine "Scheiß egal" Stimmung sorgte für Freude, sowohl bei der gegnerischen Partei, als auch bei den Amerikanern.

Politische und gesellschaftliche Konsequenzen

Die anfängliche Geschlossenheit in der amerikanischen Bevölkerung bei der Unterstützung des Vietnamkriegs wich ziemlich bald einer kritischen Einstellung gegenüber dem Krieg. Je mehr verstümmelte, drogenabhängige und psychisch gestörte Veteranen aus dem Krieg zurückkehrten und von ihren Erlebnissen in der grünen Hölle berichteten, desto mehr schlug die Stimmung an der Heimatfront ins Gegenteil um. Der freie Zugang ausländischer Reporter zu den umkämpften Gebieten in Vietnam machten eine effektive Propaganda der amerikanischen Armeeführung unmöglich und die nicht zu verhindernden Bilder schreiender, napalmverbrannter Kinder machten die Weltöffentlichkeit betroffen und ließen immer mehr Zweifel an dem als Entlaubungsaktion getarnten Krieg aufkommen.
Auch die - durch die von der Regierung organisierte Versorgung der GI´s mit Drogen ausgelöste - Drogenverknappung auf dem heimischen amerikanischen Markt sorgte für zunehmende Kritik am Vietnamkrieg in Amerika. Gerade in den späten Sechziger Jahren, in denen ein hoher Bedarf an bewusstseinserweiternden Drogen zum Behufe der Selbsterfahrung bestand, sahen die Menschen nicht ein, warum all die Drogen den Soldaten geschenkt wurden und für die heimischen User nicht zur Verfügung standen. Massive, von Gewalttätigkeiten begleitete Demonstrationen waren die Folge und zwangen die Regierung schließlich, den Friedensvertrag mit Nordvietnam zu unterschreiben.

Fakten

Die Amerikaner sahen in dem Konflikt, welcher bereits seit 30 Jahren die Menschen in Vietnam beschäftigte, ihren hegemonialen Weltmachtsanspruch gefährdet. Letztendlich war der Krieg für die Amerikaner ein völliges Desaster, da sie weder mit solch erbittertem Widerstand noch mit den großen logistischen Problemen in dieser Region gerechnet hatten. Das zahlenmäßige Ergebnis ihrer Entlaubungsaktion belief sich auf:

  • ca. 4 Millionen getötete vietnamesische Zivilisten
  • ca. 1 Million getötete vietnamesische Soldaten
  • 58.226 getötete amerikanische Soldaten
  • 20 Millionen entlaubte Bäume
  • 40.264 vertriebene Waldbewohner
  • 23 Millionen konsumierte LSD-Trips
  • 20 Tonnen konsumiertes Marihuana (entspricht: 230.245 Joints und 505.396 Bongköpfes)
  • 16 Tonnen konsumiertes Heroin
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Historische Kriege
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Erster Weltkrieg | Zweiter Weltkrieg | Vietnamkrieg | Schlacht von Cannae


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