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Unter Nacktflitzen wird Folgendes verstanden: Völlig unbekleidetes Rennen oder schnelles Gehen in einer Stadt, auf dem Dorf bei

Anwesenheit von (bekleideten) Menschen.

Ob Schuhe oder/und  Strümpfe dabei getragen werden, betrachten die meisten Nacktflitzer als nicht wesentlich. Einige Puristen

jedoch lehnen auch diese Fußbekleidung beim Nacktflitz ab.

Lange Zeit galt das Nacktflitzen, in der Szene auch nur Flitzen genannt, in vielen gesellschaftlichen Kreisen als verpönt, ja an-

stößig und wurde, und wird leider noch immer, polizeilich verfolgt.

In letzter Zeit vermehren sich die Anzeichen, das Flitzen wieder als Brauch einzuführen, wie Schorschi Schnabbelschnut, Filosof 

aus Südhessen, erzählt hatte.

Flitzen in der Antike   Bearbeiten

Davon ist leider nicht viel bekannt. Die historische Forschung hatte dieses Thema immer sträflich ausgeklammert.

Wir wissen aber, dass die Athleten bei den olympischen Spielen im alten Griechenland ihre Disziplinen bei den Wettbewerben

stets nackt ausführten.    Viele meinen, dass dies der Ursprung des Nacktflitzens ist.

Flitzen bei den alten Germanen Bearbeiten

Von den Sachsen wissen wir, dass Flitzen bei ihnen eine lange Tradition aufzuweisen hat und bis Karl dem Großen auch oft und gerne bei vielen festlichen Angelegenheiten ausgeführt wurde.

Die Anhänger des Flitzens hatten aber zuerst gegen Widerstände zu kämpfen.

"Unsere Götter, allen voran der Donnergott Thor, wird dies bestrafen", behaupteten die Gegner.

"Im Gegenteil", erwiderten die Anhänger, "das Flitzen gefällt den Göttern, ja sie verlangen es von uns".

Da die Götter sich nicht zeigten, damals genauso wenig wie heute, beharrten Alle auf ihren Standpunkten.

Von Sidukind kam dann der Vorschlag, das Nacktflitzen dem Urteil des Donnergottes zu unterwerfen. Freiwillige Anhänger

sollten bei Gewitter mit Donner und Blitzen über eine längere Wegstrecke auf einer Wiese nackt laufen. Missbilligt Thor dieses

Verhalten, wird er sie mit einem Blitzschlag bestrafen, meinte Sidukind, passiert nichts, findet dies das Wohlgefallen des

Donnergottes.

Mit diesem Vorschlag waren die Meisten einverstanden. Die Anhänger liefen nackt ungefähr 250m an einem Fluss entlang, es

soll die Leine gewesen sein. Es passierte nichts, niemand wurde vom Blitz erschlagen, obwohl die Blitze nur so um sich

zuckten und die Donner krachten.

Diese Blitzprobe mussten die Flitzer aber häufiger wiederholen, die Gegner brachten immer wieder neue schadenfeinige Be-

gründungen vor: Thor wäre gerade nicht gut drauf gewesen und hätte nur mit halber Kraft seine Blitze schleudern können. Oder,

die Göttin Freya hätte Mitleid mit den Flitzern und die Blitze abgelenkt.     Irgendwann zog dies aber nicht mehr und das

Flitzen hatte sich endgültig durchgesetzt.

Erst als der Frankenkönig Karl der Große Sachsen eroberte, war Schluss damit.

"Ein Christ flitzt nicht", behauptete er, "das machen nur Heiden".

Er ließ ihnen die freie Wahl: Entweder flitzen und Kopf ab, oder taufen lassen und flitzen sein lassen, dafür bleibt dann die Rübe

angewachsen am Hals.
2006-05-07 1


Flitzen im Mittelalter, Deutschland  Bearbeiten

Nacktflitzen war im 13.Jahrhundert ein beliebter Zeitvertreib in einigen Klöstern, besonders im Raum Mittel-Hessen, Westfalen und Rheinland. Es gab sogar Flitzertreffen von ver-

schiedenen Klöstern, Mönche und Nonnen trafen sich auf Wiesen in Mittelgebirgen, häufiger allerdings an Flussläufen und Seeufern. Dort verbrachten die nackten Mönche und Nonnen viele gemeinsame fröhliche Stunden, beteten zusammen. Es entstanden fruchtbare Kontakte. Auf diesen Flitzwiesen machten sie nicht nur Spiel wie Bockspringen,

Huckepackrennen und Ratespiele, etwa ich seh etwas, was du nicht siehst, oder ich kenne

ein Tier, das ist braun,sondern sie fachsimpelten über naturwissenschaftliche Probleme. Die (Chemie- und) Physikwissenschaften profitierten davon enorm. (Chemie als völlig                   Dies Kind ist ein begeisterter

eigenständige Wissenschaft existierte damals noch nicht)                                                          Flitzer  

Natürlich kamen sich die Nonnen und Mönche auch persönlich näher, besonders als sie feststellten, was sie mit den Körper-

regionen, worin sie sich unterschieden, für neckisch lustige Spielchen treiben konnten.

Die Kinder der schwanger gewordenen Nonnen bildeten die Gemeinschaften der Flitzkinder.

Allerdings war die Blütezeit dieses Nacktflitzens der Gottesdiener nur kurz. Experten schätzen lediglich 30, höchstens 40

Jahre. Die meisten Äbte verboten dann diesen Brauch, er sei heidnischen Ursprungs, behaupteten sie, wobei sie nicht ganz

verkehrt lagen.

Flitzen in der Schweiz  Bearbeiten

Hier ist besonders Zensi Almglut lobend zu erwähnen. Die quirlige, agile Frau lebte Mitte des 19.Jahrhunderts im Kanton Grau-

bünden. Sie organisierte Flitzertreffen jenseits der Baumgrenze, wo der Sammelpunkt der Sennerinnen und Senner war. Die

Flitzstrecke verlief vom Tal bergauf zur Alm, wo sie gar lustige Stunden verbrachten.

Es wurde aber nicht nur geblödelt und die letzten Witze über die Berner ausgetauscht, sondern auch gefachsimpelt über die

beste Käseherstellung. Daraus entstand dann der weltweit bekannte und geschätzte Schweizer Käse mit seinen markanten

Löchern.

Leider brachte dieser schöne Brauch nicht nur Bewunderer hervor. Gegner polemisierten und verlangten eine Volksab-

stimmung, um das unsittliche Treiben, wie sie es nannten, zu verbieten.   Die Frauen waren bei dieser Abstimmung dann ausge-

schlossen, was den erbitterten Widerstand von Zensi Almglut und ihrer Mitstreiterinnen hervorrief.

Es half aber nichts, die Männer stimmten alleine ab und mit knapper Mehrheit entschieden sie: Schluss mit dem Nacktflitzen!

                 Heute spielt das Flitzen in der Schweiz nur ein Schattendasein. Es gibt aber einige Anhänger und Aktivisten.

Auf dem Flitzertreffen nahe dem Kryptodorf Käsebach im Vogelsberg, von dem Schorschi Schnabbelschnut berichtet hatte,

waren auch Schweizer Eidgenossen.

Schweizer Archive besitzen keine Dokumente über Zensi Almglut und auch keine über entsprechende Volksabstimmungen.

Diese Dokumente wurden vernichtet. 

     Wir sehen: Auch so eine demokratische Gesellschaft wie das Volk der Schweizer hat ihre Skandale.    Jetzt ist es aber an der Zeit sie endlich mal aufzudecken! 

Flitzen in Österreich   Bearbeiten

Leider ist nicht viel bekannt darüber. Wir wissen aber, dass es einige gab und noch immer gibt.

So soll ein Flitzer die Strecke von 10 000 Mozartkugeln (ungefähr 300 m) nackt an der Donau vor zahlreichen Zuschauern ge-

rannt sein und hatte dies sogar in der örtlichen Tageszeitung angekündigt.

Viele Österreicher nahmen ihm dies sehr übel. Nicht etwa, weil er nackt lief, sondern die Streckenlänge mit den weltberühmten

und geschätzten Mozartkugeln angab.

Der Flitzer ließ den Einwand nicht gelten. Er sagte, diese zarte Versuchung sei gar nicht vom Konditor Paul Fürst kreiert

worden, sondern von einem Nacktflitzer bereits 20 Jahre früher. Zumindest hatte der besagte Flitzer für dieses Rezept die Grund-

lagen geschrieben.

Nacktflitzen in anderen Ländern    Bearbeiten

Der Kenntnisstand ist hierzu mangelhaft. Für die Forschung wartet hier noch viel Arbeit.

Ob das Nacktsein der Luftgekleideten, Glaubensgemeinschaft im Janinismus, schon als Bekenntnis zum Flitzertum zu deuten

ist, ist umstritten.

Das Gleiche gilt auch für einige Amazonas-Indianerstämme.

Nacktflitzen heute im deutschsprachigen Raum  Bearbeiten

Erwähnt werden muss hier das Flitzertreffen in der Nähe vom Kryptodorf Käsebach im nördlichen Vogelsberg. 500 Flitzer waren

dort aus allen Gegenden Deutschlands versammelt, aber auch aus der Schweiz und Österreichs. Vereinzelt waren sogar Flitzer

aus den Niederlanden, Frankreich und Tschechien anzutreffen.

Kenner der Szene wagen vorauszusagen: Solche Treffen werden sich wiederholen  mit dann noch viel mehr Teilnehmern.

Zusammenfassung   Bearbeiten

Flitzen befindet sich wieder im Aufwind.

In der Vergangenheit haben Nacktflitzer viele kulturelle und segensreiche Leistungen erbracht wie die obigen Beispiele eindeutig

beweisen.

Weitere Informationen    Bearbeiten

Ein Erlebnisprotokoll, zweisprachig hessisch und deutsch,zu diesem Thema ist zu finden unter:

      www.hessischeanekdoten.de/42632.html 

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