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Dr. Victor Frankenstein ist ein - wenn nicht der - Pionier der Transplantationschirurgie.

Ingoldstadt & GenfBearbeiten

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Victor Frankenstein's erstes Monster (das 2te war auch nicht hübscher)

Ende des 18ten Jahrhunderts geboren studierte er in Ingoldstadt (damals hatte dieses Kaff tatsächlich noch 'ne Uni) Medizin. Nach einem Praktikum während einer lokalen Cholera-Epedemie, die ihn mit reichlich Organspendern versorgte, schritt er zur Tat. - Da sich niemand fand, der bereit war, sich die Organe irgendwelcher Leichen operativ einpflanzen zu lassen, beschloss der junge und ehrgeizige Mediziner kurzer Hand, einen kompletten Menschen nur aus Transplantaten zusammenzubauen. Das ließ sich zunächst auch recht ordentlich an, was wohl auch daran lag, dass Klein-Viktor in seiner Kindheit von seiner Mutter Nähen gelernt hatte und so auch ein bisschen was von Nadelarbeit verstand. Dann - als sein Prototyp fast fertig war - tauchte ein Problem auf: Anders als über 100 Jahre später Dr. Marvin Mondo standen ihm noch keine Computer zur Verfügung um das Gehirn zu ersetzen. Sein Butler Igor war ihm auch nicht die große Hilfe, da er statt des Schädelinhaltes eines (unbekannten) genialen Physikers das Hirn eines abnormalen Mörders besorgte. Als der zusammengebaute Körper während eines wüsten Gewitters zum Leben erweckt wurde passierte das Schlimmste: Das Gehirn lieferte dem neu-erschaffenen (geboren wurde er ja nicht) Typ prompt die Berufsreflexe eines Serienkillers.

Überspringen wir die ganzen hässlichen Details mit toten Mädchen und einem Mob wütender Bürger mit Fackeln und Mistgabeln, und kümmern wir uns um Victor:

Der Doktor - dessen Verlobte Charlotte keineswegs dem nach seinem Erschaffer "Monster Frankenstein" genannten - Geschöpf zum Opfer gefallen war, reiste mit seiner Braut und Igor bei Nacht und Nebel aus Ingoldstadt ab. Während die Ingoldstädter, die schon Teer und Federn bereit gehalten hatten, in die Röhre guckten, tauchte das Paar in der Schweiz unter. Am schönen Genfer See, wo ihre Familie eine Villa besaß, wurde dann geheiratet. (Das ging damals nicht anders, da, wenn ein junger Mann und eine junge Frau zu zweit allein unterwegs waren, automatisch die Jungfräulichkeit des Mädchens als beschädigt galt.) Der Doktor - immer noch ein Genie - eröffnete eine Privatpraxis und Victor Frankenstein hätte ein glücklicher und erfolgreicher Arzt werden können, wenn er es nicht so mit dem Operieren gehabt hätte. Ein paar Kunstfehler - und ein weiteres Frankenstein-Monster - später verließ die Familie Frankenstein, zu der inzwischen auch ein Sohn gehörte, fluchtartig das schöne Genf.

Frankenstein in HessenBearbeiten

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Burg Frankenstein - Viktor's Familien-Stammsitz

In der Folge suchten Victor und seine Charlotte samt Igor und Sohn Fritz im Stammsitz der Freiherren von Frankenstein bei Darmstadt in Hessen Zuflucht. Da es auch damals schon einen geringfügigen Mangel an Landärzten gab - was wohl daran liegt, dass die Bauern immer alles in Naturalien wie Hühnern, Eiern, einem Sack Getreide oder einem Korb Äpfel - bezahlen wollen, hatte er hier keine Konkurrenz - und dementsprechend bald eine gutgehende Arztpraxis. Hier führte er auch erstmals erfolgreich die Transplantation einer einzelnen Hand an einem lebendigen Patienten durch, in dem er einem Holzarbeiter, der mit der rechten Hand in die Bandsäge gekommen war, eine neue (gebrauchte) an den Arm nähte. - Dass der Ärmste danach zwei linke Hände besaß war sein Problem ...und laut seinen Kollegen im Sägewerk fiel der Unterschied auch nicht weiter auf! Trotz solcher Schnitzer - und Frankenstein-Monster Nr. 3 - genoss Dr. Victor Frankenstein, der inzwischen auch seinen alten Adelstitel wieder offiziell führte, in der Gemeinde großes Ansehen.

Sein Sohn - Fritz von Frankenstein - assistierte dem Vater schon als kleiner Junge in der Praxis, da seine Mutter eine Dame war - und Damen damals nicht als Arzthelferinnen arbeiteten. Nach dem er sich die alten Projekttagebücher seines Papis angeguckt hatte, begann er mit bereitwilliger Unterstützung des alternden Butlers in seiner Freizeit auf eigene Faust Monster Geschöpfe zu basteln. Seine ersten Arbeiten lagen ja noch ziemlich reglos in der Gegend herum und zeigten nicht mehr Eigenleben, als eine Sockenpuppe oder der apathische Teddy, an dem er seine ersten Gehversuche auf dem Gebiet des Sezierens unternahm. Das änderte sich jedoch, nachdem er mit 11 oder 12 hinter die Bedeutung von Blitzableitern, Gewittern und galvanischen Batterien gekommen war: Bald schon hatte er eine Reihe auf wackeligen Beinen durch die Gegend schwankenden Spielkameraden. Dass seine neuen Freunde ziemlich doof waren, teilweise einen Doppelkopf hatten, in der Sonne schnell anfingen bestialisch zu stinken ein kleinwenig zu müffeln und bei Raufereien mit der Dorfjugend meistens rasch wieder auseinander fielen, machte ihm nicht viel aus. "Alles halb so tragisch!" trösteten ihn sowohl Igor als auch Vater Victor und Mutter Charlotte - auch wenn Fritz eigentlich gar keinen Trost benötigte, sondern eher anständige Popohaue!

Das Ende?Bearbeiten

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Henrie Dûnant in späteren Jahren... ehemals Fritz Frankenstein

Dann passierte dem halbwüchsigen Amateur-Chirurg dieses dumme Malheur mit dem Pfaffen, der ihn ertappte, als er sich gerade aus der örtlichen Leichenhalle wieder mal ein paar passende Ersatzteile besorgen wollte. Weil den Gottesmann auch keine Transplantation mehr retten konnte, nach dem Fritzchen (unter Zurhilfenahme eines Spatens, eines Kerzenleuchters und eines Sargdeckels) mit ihm fertig war, erregte dieses Missgeschick den ernstlichen Unwillen der Dorfbewohner. Die stürmten - angesehener Landarzt oder nicht - 1848 die väterliche Burg Frankenstein. Während der Baron von Frankenstein und seine bessere Hälfte dank des Henkers aus dem benachbarten Darmstadt und seiner bewährten Gulliotine in Kopflosigkeit endeten, und man den armen alten Igor an die nächste Straßenlaterne hängte (nicht, daß ihn das umgebracht hätte) nahm der junge Herr die Beine in die Hand und schleunigst reißaus.

Was der junge Fritz von Frankenstein - der bei seinem taktischen Rückzug aus dem gleichnamigen Dorf gerade 14 Sommer zählte - in der Folge alles anstellte, überspringen wir hier. Er soll sich jedoch in Universitätsstädten wie Heidelberg, Leipzig und Altenburg - aber auch in Paris, Edinburgh und London sowie der einen oder anderen Irrenanstalt herumgetrieben haben. Angebliche Zeugen wollen ihn sogar in Hollywood gesehen haben, aber die litten an akutem Goldfieber und sind daher nicht glaubwürdig...

Irgendwann ging er dann allerdings zur Armee, und weil die beim Kreiswehrersatzamt so komisch guckten, als er sich mit "Frankenstein" einschreiben wollte, nannte er sich einfach Henrie Dûnant und wurde ein weltberühmter Militärarzt.


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