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Das Doppel-Ich (hinten rechts) in seiner ganzen Schönheit.

Das Doppel-Ich ist der Teil des Ichs, der immer leicht versetzt links hinter dem Haupt-Ich herläuft und versucht, dieses zu Schandtaten zu motivieren. Es ist sozusagen die Schattenseite der Persönlichkeit und vereint in sich all die unerfüllten Wünsche, Sehnsüchte und dunklen Phantasien des Menschen.

EntstehungBearbeiten

Das Doppel-Ich entwickelt sich bei den meisten Menschen schon in der frühen Kindheit. Da sich das Kind ständigen Verboten und Reglementierungen durch seine Eltern ausgesetzt sieht (siehe auch Erziehung), spaltet sich ein Teil seiner Persönlichkeit ab, um all die verbotenen aber verlockenden Dinge des Lebens auszuleben. Der eine Teil des kindlichen Ichs sitzt brav in der Schule und suggeriert dem Lehrpersonal, es würde aufmerksam und gewissenhaft dem Unterricht folgen, währen der andere Teil des Ichs damit beschäftigt ist, Mordstrategien für das grausame Töten von Fröschen und Insekten zu entwickeln oder sexuellen Phantasien über ein Rendevouz mit der Erdkundelehrerin nachzuhängen.
Die Grenzen zur Schizophrenie sind bei diesem Phänomen fließend und je nach Ausprägung des Doppel-Ichs kann der abgespaltene Teil der Persönlichkeit auch komplett die Kontrolle über das Haupt-Ich übernehmen.

GefahrenBearbeiten

Hat das Doppel-Ich einmal die Kontrolle über das Haupt-Ich gewonnen, tritt der sogenannte Dr. Jekyll&Mr. Hyde-Effekt ein. Der Mensch lebt von diesem Zeitpunkt an ein Doppelleben, welches ihm als solches überhaupt nicht bewusst ist.
So kann das Haupt-Ich z.B. ein stinknormales, spießbürgerliches Leben als Sparkassenangestellter in einer Kleinstadt führen, wohingegen das Doppel-Ich in gewissen Phasen des Tages (besonders nachts) aus diesem unscheinbaren Spießbürger ein wildes, perverses Tier macht, dass sich in Dark-Rooms, SM-Studios und Opiumhöhlen herumtreibt und dort ein sündiges, hedonistisches Leben führt.
Irgendwann bemächtigt sich das Doppel-Ich dann vollends des Haupt-Ichs und wird seinerseits zum dominanten Teil der Persönlichlichkeit, was das Leben des Schizophrenen grundlegend verändert und nicht selten in der geschlossenen Psychatrie endet. Besonders unangenehm wird die Dominanz des Doppel-Ichs, wenn dieses den Freundeskreis oder den Lebenspartner des Haupt-Ichs nicht leiden kann und bei gemeinsamen Freizeitaktivitäten mit den Freunden oder Ausübung des Geschlechtsverkehrs mit dem Partner damit beginnt, üble Beschimpfungen loszulassen oder sogar gewalttätig zu werden.

VorzügeBearbeiten

Die Ausprägung eines starken Doppel-Ichs hat aber auch einige nicht zu verachtende Vorteile. So kann das Haupt-Ich Verantwortlichkeiten für begangene Schandtaten auf das Alter-Ego abwälzen und seine Hände in Unschuld waschen. Besonders bei Kapitalverbrechen wie Mord oder Vergewaltigung vermindert diese Strategie das Strafmaß erheblich, da der Gerichtspsychologe das Haupt-Ich in der Regel für nicht zurechnungsfähig erklärt und der Richter in Folge dessen relative Milde walten lässt, was die Unterbringung des Straftäters in einer psychatrischen Einrichtung mit Rundumbetreung und Vollpension zur Folge hat. Diese Variante der Bestrafung ist auf jeden Fall besser ist, als mit zwei Ichs eine nur für einen Häftling ausgelegte Einzelzelle im Todestrakt eines Hochsicherheitsgefängnisses zu belegen.

TherapieBearbeiten

Um nicht von seinem Doppel-Ich übernommen zu werden, sollte das Haupt-Ich frühzeitig damit beginnen, Kontakt zum abgespaltenen Teil der Persönlichkeit aufzunehmen.
Sehr bewährt hat sich z.B. eine Einladung zum Abendessen, bei dem sich die beiden Ichs bei einem (in der Regel von der Krankenkasse bezahlten) leckeren Mahl über ihre Lebenspläne und Interessen unterhalten und versuchen, zu einem gemeinsamen Konsens in der Lebensplanung zu kommen. In Einzelfällen verlieben sich die beiden Ichs auch ineinander und fröhnen fortan der hemmungslosen Selbstliebe (siehe auch Onanie).
Kommt es bei diesem Blind-Date nicht zu der gewünschten Annäherung, sollte das Haupt-Ich beginnen, sein Doppel-Ich mit härteren Bandagen zu bekämpfen, es zu unterdrücken und wenn nötig auch mit physischer Gewalt zu bedrohen. In Härtefällen, in denen das Doppel-Ich sich nicht unterkriegen lässt, sollte das Haupt-Ich dazu übergehen, dem Doppel-Ich beständig auf die Fresse zu hauen und in den Schritt zu treten. Dieses sollte aber nicht in der Öffentlichkeit geschehen, da die gesellschaftliche Akzeptanz von Menschen, die sich auf offener Straße selbst verprügeln, sehr gering ist und meistens mit einem Abtransport derselbigen in eine Nervenheilanstalt endet.
Dort werden die beiden Ichs dann gleichermaßen mit sedierenden Psychopharmaka vollgepumpt und leben fortan ein trauriges, aber gleichberechtigtes Leben. In zahlreichen Sitzungen versuchen die Therapeuten, die beiden Ichs zu klärenden Gesprächen zu animieren oder es mal mit einer gemeinsamen Partie Schach zu versuchen, denn die spielerische Komponente erzeugt manchmal eine freundschaftliche Annäherung der beiden Ichs, was im Idealfall zu deren Symbiose und somit zur Heilung des persönlichkeitsgespaltenen Patienten führen kann.

Siehe auchBearbeiten

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