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Die letzten Tage von Wuppertal

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Die letzten Tage von Wuppertal ist ein Terror-Thriller des berühmten belgischen Regisseurs Frederick "Die nasse Trompete" Chamonix, der sowohl für das Drehbuch, die Kamera als auch die Regie verantwortlich zeichnete. Dieser im Jahre 2002 ausschließlich mit Handykameras gedrehte Blockbuster kam 2003 in die deutschen Kinos und lockte weltweit über 120 Millionen Zuschauer an.

HandlungBearbeiten

Zentraler Handlungsstrang des Films ist die Planung und Ausführung einer Terrorattacke auf die Wuppertaler Schwebebahn durch südbadische Freiheitskämpfer, die durch diesen Akt der Gewalt auf den schlimmen Zustand der Kanalisation in dem badischen Städtchen Pfaffenweiler aufmerksam machen wollen. Der Anführer der Terrorgruppe namens "Herbert der Gnadenlose" ist ein Umweltaktivist, der so hässlich ist, dass er seine daraus resultierenden Minderwertigkeitskomplexe durch terroristische Aktivitäten zu kompensieren versucht. Seine Untergebenen hat er in seinem Heimatdorf Pfaffenweiler rekrutiert, alles unbedarfte junge Burschen ohne eigene Meinung, die er durch gezieltes Brainwashing auf seine Linie eingeschworen hat.
"Herbert der Gnadenlose" plant, die Wuppertaler Schwebebahn durch eine thermonukleare Explosion zu vernichten, die Zerstörung des gesamten Rheinlands und großer Teile des Ruhrgebiets in Kauf nehmend. Die Wasserstoffbombe hat er sich in monatelanger Heimarbeit selbst gebaut, die benötigten Bauteile hat ihm seine attraktive Schwester Giesela besorgt, die als Putzfrau in einer amerikanischen Kaserne in Bitburg arbeitet und durch eine extra zu diesem Zweck herbeigeführte sexuelle Beziehung zum dortigen Kommandanten an die Schlüssel zur Waffenklammer gelangen konnte. In einem Nebenstrang der Handlung wird die inzestiöse Beziehung Gieselas zu ihrem Bruder Herbert beschrieben und im ersten Filmdrittel sind immer wieder Sexszenen zwischen den Geschwistern zu sehen, die dem Werk den für einen Kassenknüller erforderlichen Erotikfaktor verleihen.

Schwebebahn.jpg

Filmszene:Die Schwebebahn kurz vor dem verheerenden Anschlag.

Am Tag der Terrorattacke fahren Herbert und seine Genossen dann in einem Regionalzug der Deutschen Bahn AG von Pfaffenweiler über Frankfurt a.M. nach Wuppertal und kommen dort gegen 13 Uhr MEZ am Hauptbahnhof an. Die Wasserstoffbombe transportiert der Anführer in einer großen Plastiktüte von Karstadt, für diese Schleichwerbung finanzierte die Firma einen Großteil des Filmcaterings und stattete die Schauspieler mit Bekleidung und Sonnenbrillen aus. In Wuppertal angekommen verlaufen sich die provinziellen Hobbyterroristen erst einmal in der Fußgängerzone und fallen einem als Bettler verkleideten BND-Agenten duch ihr verdächtiges Verhalten und die große Plastiktüte auf. Der Agent nimmt die Verfolgung auf, was Herbert bald bemerkt. In einer atembraubenden Verfolgungsjagd versuchen die Pfaffenweiler nun, ihren Verfolger loszuwerden, was ihnen auch gelingt, als sie sich in einer Frittenbude verstecken und den Frittenbudenbesitzer kurzerhand umbringen, indem sie ihm ein deutsches Volkslied ("Hoch auf dem gelben Wagen") vorsingen. Die zersungenen Überreste des Frittenverkäufers entsorgen sie in der Fritteuse und Giesela, die die Terrorgruppe auf ihrer Mission begleitet, verkauft die Überreste anschließend als "Frikadelle schön kross" an einen serbischen Bauarbeiter, der wie jeden Nachmittag an der Frittenbude vorbeikommt.

Wuppertalbombe.jpg

Die Explosion der Wasserstoffbombe in dem Film ist atemberaubend schön.

Nun gewinnt der FiIm zunehmend an Fahrt, die Terrorgruppe geht zu Fuß zur Haltestelle "Ohligsmühle/Stadthalle", löst sechs Tickets und besteigt die Schwebebahn. In einem Anfall von Selbstzweifeln fragt Herbert seine Schwester, ob sich der Anschlag wirklich lohnen würde und ob man die Schwebebahn nicht lieber entführen sollte, um eine Verbesserung der Kanalisation in Pfaffenweiler herbeizuführen, doch Giesela bestärkt ihren Bruder und ruft immer wieder beschwörend: "Denk an die Kanalisation Herbert, denk an Pfaffenweiler! Werde jetzt nicht schwach, wir haben eine Aufgabe, die uns Gott aufgetragen hat!" Auch die vier Kumpanen bestärken ihren Anführer und so verwirft Herbert alle Zweifel und zündet die Bombe mit den Worten: "Hier stehe ich und kann nicht anders!", als die Schwebebahn gerade in die Haltestelle "Alter Markt" einfährt.
Die gewaltige Explosion, die nun folgt, ist einzigartig in der Filmgeschichte. Die verwackelten Bilder der Handykamera geben dem ganzen einen hyperrealistischen Charakter und versetzen den Zuschauer in Angst und Schrecken. Herumfliegendde Schwebebahnteile, durchsetzt mit abgetrennten Gliedmaßen der Fahräste fliegen durchs Bild und dann zoomt die Kamera hoch und zeigt eine verpixelte Ansicht der Stadt aus der Vogelperspektive, die das ganze Ausmaß der Zerstörung verdeutlicht. Die gesamte Innenstadt Wuppertals ist nur noch ein riesiges schwarzes Loch, die Wucht der Explosion hat die gesamte Schwebebahnstrecke pulverisiert und der Krater reicht im Westen bis an die Ränder von Köln und im Osten bis nach Bielefeld. Dann zoomt die Kamera noch höher über die Rauchschwaden hinweg und zeigt den wunderschönen Explosionspilz der Bombe. Filmkenner gehen davon aus, dass diese Sequenz vom Regisseur nachträglich am Computer animiert wurde, da die Bildqualität plötzlich deutlich besser wird.
Abschließend zoomt die Kamera noch einmal in die Stadt rein und zeigt als letztes ein Amulett, das neben einem abgetrennten, total verbrannten Kopf oben auf einem qualmenden Haufen Schutt liegt. Auf dem Amulett ist eine Inschrift zu erkennen; "Für meine geliebte Giesela in ewiger Liebe", was verdeutlicht, dass "Herbert der Gnadenlose" seine Schwester innig geliebt hat und trotz seiner harten terroristischen Schale durchaus einen weichen Kern hatte. Dann folgt der Abspann und der berührte Zuschauer verdeckt beschämt sein Gesicht, damit man seine Tränen nicht sieht.

FilmmusikBearbeiten

Die Filmmusik wurde von der Düsseldorfer Band "Die faulen Kartoffeln" komponiert und besteht vornehmlich aus dem verzerrten Gekreiche ungestimmter E-Gitarren sowie dem enervierenden Gepiepse einer elektronisch verfremdeten Hundepfeife. Die Auftritte der beiden Hauptdarsteller Giesela und "Herbert der Gandenlose" werden jeweils von simplen Leitmotiven untermalt, die sich aber genauso anhören, wie der Rest der verzerrten Musik. Bei der finalen Explosion ändert sich die Stilistik plötzlich und ein mattes Streichquartett gibt atonales Gezirpe von sich, was dem Szenario eine bedrohliche, fast surrealistische Atmosphäre verleiht.

SchauspielerBearbeiten

Pascal Bouvoise.jpg

Pascal Bouvoise während einer Drehpause.

"Herbert der Gandenlose" wird von dem bis dahin unbekannten luxemburgischen Schauspieler Pascal Bouvoise verkörpert, der vorher nur Softpornos und Werbefilme für Chappi (in der Rolle des Hundefutters) gedreht hatte, durch diesen Film aber weltweit berühmt und geachtet wurde, obwohl er tatsächlich so hässlich ist, wie in dem Film erscheint. Seine Schwester Giesela wird von der deutschen Schönheitskönigin Leticia Koffke aus Brandenburg gespielt, die durch diesen Film ihr Image als schönes Dummchen ablegen konnte, aufgrund ihres starken ostdeutschen Dialekts aber komplett synchronisiert werden musste.
Die vier Angehörigen der Terrorzelle sind alles arbeitslose Laiendarsteller, die tatsächlich aus Pfaffenweiler kommen und dem Film durch ihre Unbeholfenheit und den starken südbadischen Dialekt eine sehr realistische Note hinzufügen. Der Frittenbudenbesitzer wird von der Schauspielerkoryphäe Otto Sander gegeben, der bei den Dreharbeiten ständig so betrunken war, dass die wenigen Szenen mit ihm sehr oft wiederholt werden mussten, obwohl er kaum Text zu bewältigen hatte. Der als Bettler verkleidete BND-Agent wird von einem weiteren Laiendarsteller gespielt, einem heruntergekommenen Penner, der dem Regisseur kurz vor Drehbeginn zufällig auffiel, als er total betrunken gegen seinen Mercedes lief und auf die Kühlerhaube kotzte.

Kommerzieller ErfolgBearbeiten

Der kommerzielle Erfolg dieses Film ist als kapitalistisches Wunder zu bezeichnen. Bei einem Budget von nur 200.000 Euro (das meiste davon ging für die Versorgung Otto Sanders mit Wodka drauf) spielte der Film weltweit bisher über 1,2 Milliarden Dollar ein und machte den Regisseur, der das Budget aus eigener Tasche finanzierte quasi über Nacht zum Milliardär. Zuerst wollte kein Filmverleiher das Risiko eingehen, den Film ins Programm zu nehmen, doch als das Feuilleton die ersten Lobeshymnen veröffentlichte, war der Film plötzlich weltweit mit über 20.000 Kopien am Start und beherrschte monatelang die Hitlisten der Lichtspielhäuser.

FaktenBearbeiten

Die letzten Tage von Wuppertal
Produktionsjahr 2002
Dauer 111 Minuten
Hauptdarsteller Pascal Bouvoise / Leticia Koffke
Regisseur Frederick Die nasse Trompete Chamonix
Produktionskosten 200.000 Euro
Oscars 1 (beste Filmmusik)
Komparsen 200
Filmfehler keine
Bombig.jpg
Dieser Artikel wurde von Snoop kamell als Bombig benotet und somit mit der Note 1 bewertet.
Kinofilme
Klappe2.gif
Filme: Ben Hur | Star Wars | Armageddon | Käpt'n Gackonut, der Kackusnussklauer | Überhauptnix der Gallier | Die letzten Tage von Wuppertal |

Regisseure: George Lucas

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