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Bierbude

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Jeder kennt sie, da war aber noch niemand.

Entstehung und Unterschiedliche AusbauformenBearbeiten

Am Anfang dürfte wohl ein Tante-Emma-Laden gestanden haben, der zu klein war, als dass man die Kunden auch reinlassen konnte, also wurde vom Fenster aus gehandelt. Von diesem Urtyp stammen alle anderen Bierbuden in ganz Deutschland ab.

  • Im Norden, in der Mitte, wie zB in Köln, bei den Hessen und Schwaben nennt es sich ganz ordinär Kiosk (Ausnahme Frankfurt und Offenbach, wo der Begriff Wasserhäuschen gängig ist).
  • Im Ruhrgebiet ist die Sache schon komplizierter. Hier wird sie Bierbude, Bierhalle, Trinkhalle oder der Vorname des Besitzers genannt. Diese Vielfalt an Namen erklärrt sich aus der Dichte der Geschäfte. Sie liegen alle in Sichtweite bei einander, so dass der Potenzielle Kunde max. 200 Meter weit gehen muß, um auf eines dieser Geschäfte zu erreichen.
  • Im Osten gibt es kaum Kioske und selten sowas wie Trinkhallen und Bierbuden. Hier wird die Aufgabe von allgegenwärtigen Thüringer Bratwurstverkäufern übernommen.
  • Die Bayern hatten von Anfang an ein gespaltenes Verhältnis zu diesen Geschäften, in den Kiosken bekommt man Bier nur in einzelnen 0,33 Liter PET-Flaschen, wenn überhaupt. Um Bierausgabestellen wurden grundsätzlich Tische und Bänke drum gruppiert und gab ihm dann den Namen Biergarten.
  • Irgendwo in der tiefsten Wallachei kann man die Bierbuden nur an dem Lagnese-Eisfähnchen erkennen, das am Gartenzaun flattert. Das Geschäft ist immer auf oder zu, je nachdem wer vor der Tür steht, ein Kunde oder ein Steuerverhander.

Wenn man was will, muß man klingeln, 3 mal (die Regel sagt, das Steuerverhander nach 2 mal klingeln aufgeben). Nun sagt man was man haben will, und wird von dem Besitzer meist in einen Keller oder in einen Schuppen oder auch in die Garage geführt, die meist bis zur Decke mit Kästen der örtlich beliebten Biersorten aufgefüllt sind. Nun sucht man sich das seine aus drückt dem Besitzer das Geld passend in die Hand und kann wieder fahren. Eis hat er übrigens gar nicht.

Besondere KennzeichenBearbeiten

  1. ein Büdchen ist immer auf
  2. es gibt dort immer genug Bier
  3. man bekommt da auch alles andere, meist doppelt so teuer wie im Aldi
  4. man kennt den Vornamen des Besitzers nach dem 1. Besuch
  5. er kennt deinen Vornamen nach dem 2. Besuch oder spricht einen mit Jung oder Mädchen an, egal wie alt man ist
  6. wenn man ein Kind ist, bekommt man von dort immer Alkohol, wenn man dort danach fragt
  7. es steht immer mindest ein Besoffener im oder am Laden, mit dem der Besitzer stundenlang wichtige politische Ereignisse diskutiert
  8. der Besitzer besitzt entweder einen tiefergelegten Opel oder einen 1970 Porsche 911 Turbo

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