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Ben Hur

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Ben die Hure ist ein epochaler, von Metro-Goldwyn-Meyer produzierter Historienfilm in absoluter Überlänge (212 Minuten), der jedes Jahr an Karfreitag im Deutschen Fernsehen wiederholt wird und bei den österlich gestimmten Familien das richtige, religiös motivierte Ostergefühl aufkommen lässt und Atheisten ob seines religiösen Pathos schleunigst zur Fernbedienung greifen lässt.

SchauspielerBearbeiten

Ben die Hure.jpeg

Ben die Hure alias Charlton Heston war keineswegs die erste Wahl für die Hauptrolle.

Ben die Hure wird gespielt von dem amerikanischen Schauspieler und Waffenfetischisten Charlton Heston. In dem Film ist sein wohlproportionierter Körper auf weiten Strecken auch halbnackt zu bewundern, was das Werk trotz seines sehr katholischen Inhalts auch in homosexuellen Bevölkerungsschichten sehr beliebt macht. Charlton Heston war eigentlich für die Rolle des Messala vorgesehen und bekam die Hauptrolle nur, weil Ikonen wie Rock Hudson und Paul Newman den Produzenten einen Korb gaben.

In der Rolles des Messala agierte letzendlich der eher unbekannte amerikanische Schauspieler Stephen Boyd, der in dem Film vor allem durch sein markantes Kinngrübchen glänzt und durch die von ihm präsentierten wilden Todeszuckungen in seiner Sterbeszene. Einer der 11 an Ben Hur verliehenen Oscars wurde deshalb auch in der Kategorie Bestes Kinngrübchen vergeben.

HandlungBearbeiten

Ben die Hure ist ein angesehener Jude im römisch besetzen Judäa. Sein Freund, der römische Tribun Messala, ist neidisch auf sein gutes Aussehen und will ihn irgendwann loswerden. Als ein loser Ziegelstein vom Dach des Hurensohns auf die Straße fällt und fast den Stadthalter umbringt, hat Messala einen Grund, Ben die Hure auf die Galeeren zu schicken, wo er über drei Jahre intensives Rudertraining bei Kost und Logis genießt. Seine Familie wird ebenfalls inhaftiert und in einem dunklen Kerker absichtlich mit Lepraviren kontaminiert und ins Tal der Aussätzigen deportiert, wo sie langsam vor sich hinfaulen.

Als die Galeere, auf der Ben die Hure arbeitet von mazedonischen Sprengstoffattentätern angegriffen wird, rettet er dem Feldherrn das Leben, bläst ihm einen und wird dafür mit seiner Begnadigung belohnt. Bei seiner Rückkehr nach Judäa verliebt sich der Hurensohn in eine reiche Kaufmannstochter, befummelt diese ein wenig und überwindet dadurch seine auf der Galeere erworbenen, homosexuellen Neigungen.

Voll von Rachegefühlen, setzt der Hurensohn nun alles daran, seine eingekerkerte Mutter und Schwester wiederzufinden und den Missetäter Messala den Garaus zu machen. In einem großangelegten Kart-Rennen auf der Kartrennbahnbahn der Schumacherfamilie in Kerpen (NRW) kommt es zu einem unlauteren Wettkampf Ben Hurs und seinem Widersacher, den die Hure letztendlich triumphal für sich entscheiden kann, obwohl Messala sich nicht an die Verkehrsregeln hält und mit seinem illegal getuneten Kart mit speziellen Breitreifen im Stile eines Verkehrsrowdies über die Kartban brettert und alles überfährt, was sich ihm in den Weg stellt. Gegen Ende des Rennens verliert der Bösewicht dann die Kontrolle über sein Gefährt und wird seinerseits von einem nachfolgenden Kart überfahren und lebensgefährlich verletzt. Auf dem Sterbebett offenbart der Tribun seinem ehemaligen Freund, wo sich seine Familie befindet und der Hurensohn macht sich mithilfe öffentlicher Verkehrsmittel auf den Weg ins Tal der Aussätzigen, wo er tatsächlich die von der Lepra entstellte Mutter und Tochter wiederfindet.

Die beiden Leprakranken werden zunehmend von den Lehren Jesu infiziert und erhoffen sich von ihm eine Wunderheilung ihrer schrecklichen Gesichtsakne. Als sie dann zusammen mit Ben der Hure der Kreuzigung des Sohn Gottes beiwohnen, was die Karfreitagstauglichkeit dieses Filmepos' noch einmal deutlich erhöht, werden sie während des anschließenden Filmgewitters tatsächlich von ihrer Krankheit geheilt, wodurch es den Filmemachern etwas angestrengt gelingt, den religiösen Anspruch des Films zu erfüllen und alle christlichen Zuschauer zu Begeisterungsstürmen hinzureißen.

Die Begegnung mit JesusBearbeiten

Auf seinem Leidensweg begegnet Ben die Hure immer wieder dem heiligen Jesus, der ihn einmal sogar vor dem Verdursten rettet. Durch dieses Phantom Jesus, den man bei seinen Kurzauftritten immer nur von hinten sieht, bekommt der Film seine religiöse Dimension respektive Message, die ihn zum absoluten Osterklassiker macht und gläubige Menschen reihenweise zum Schluchzen bringt. Letztendlich helfen die Lehren Jesu dem Hurensohn dabei, seine Rachegefühle gegen Messala zu überwinden und von einem kämpferischen, hasserfüllten Rächer zu einem langweiligen, frommen Mannsbild - der seinen Feinden und Peinigern vergiebt - zu mutieren, was den Film vollends zur Farce werden lässt. Das Drehbuch greift immer wieder weise Bibelzitate aus dem Neuen Testament auf und baut diese als Zitate in den Film ein, was den Tatbestand der Gehirnwäsche und religiösen Propaganda durchaus erfüllt.

Die FilmmusikBearbeiten

Die Filmmmusik poltert unerträglich und bombastisch durch den Film und unterstreicht 1:1 jede Gefühlsregung des Zuschauers mit Pauken und Trompeten bzw. wehklagenden Streicherklängen. Für die Hauptfiguren gibt es in klassischer Manier wiederkehrende Motive, die man nach dem zweiten Mal schon nicht mehr hören kann. Die Harmonik ist überwiegend depressiv-mollig-vermindert gehalten und hellt immer wenn der heilige Jesus auftritt, kurzfristig auf. Dann kratzen die Streicher wie wild in flirrenden Flagolettönen auf ihren Geigen herum, um dem Zuschauer klar zu machen, dass das ein ganz besonderer, heiliger Mann ist, der da von hinten gefilmt durchs Bild läuft.
Am Ende des Films, als die Kreuzigung vorbei ist und das Happy-End drohend bevorsteht, stimmen gewaltige Chöre ein gediegenes Hallelujah an und verleihen dem Filmfinale dadurch ein nur schwer zu ertragendes Pathos.

OveractingBearbeiten

Das eigentliche Markenzeichen dieses Films ist eindeutig das konsequente Overacting der Schauspieler. Jede Geste und jede Mimik wird so groß und übertrieben dargestellt, als hätte es den Tonfilm in dieser Zeit noch nicht gegeben. Stirbt eine Figur, wird nicht einfach nur gestorben, sonder das Ableben wird als unrealistischer, von Zuckungen und Körperkonvulsionen begleiteter Prozess dargestellt, der zum Überfluss auch immer noch mit einer (un)passenden Todesmusik unterlegt ist.

FaktenBearbeiten

Ben Hur
Produktionsjahr 1959
Dauer 212 Minuten
Hauptdarsteller Charlton Pumpgun Heston
Regisseur William Wyler
Produktionskosten 16. Millionen US-Dollar
Oscars 11
Benötigte Sandhaufen 40.000 Tonnen
Komparsen 50.000
Filmfehler 1000


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